Dieses Papier vom Kedge/Candriam-Lehrstuhl Finance Reconsidered wendet eine neue Methode an, um die ESG-Faktoren objektiv zu definieren. So kann der Effekt des Klimawandels auf Anleihepreise genauer untersucht werden.

Im Rahmen der Forschungsarbeiten mit Candriam im Bereich nachhaltige Finanzen veröffentlichte die Kedge Business School eine neue Studie über die Klimasensitivität europäischer Unternehmensanleihen unter dem Titel „Keine Nachrichten sind gute Nachrichten“. Besteht eine Verbindung zwischen Klimawandel und Anleiherenditen?

ESG-Bewertungen sind nichtfinanziell und stammen oft von externen Anbietern. Es gibt keine einheitliche Definition der Faktoren. Akademische Arbeiten sind sich daher nicht über den Zusammenhang zwischen den ESG-Kriterien und den Wertpapierpreisen einig.

Die Komplexität der Anleihenmärkte – mehrfache Emissionen für einzelne Unternehmen, unterschiedliche Kupons und Laufzeiten – erhöhen die Herausforderung, wenn es um Bonds geht.

Die Kedge Business School stützte sich auf Klimanachrichten und beendete damit die Kontroverse über eine einheitliche Definition der ESG-Faktoren. Die Anzahl der Artikel über den Klimawandel steigt zum Beispiel im Vor- und Nachfeld von Klimakonferenzen. Es ist anzunehmen, dass diese Nachrichten höhere regulatorische und Umstellungsrisiken darstellen. Die Arbeit der Kedge Business School belegt, dass ein höheres Klimarisiko die Renditen der Anleihen drückt.

Deshalb sind keine (Klima-)Nachrichten gut Nachrichten!